Von der Bergbau- zur Tourismus- und Energieregion
Eine Region im Wandel
 
Die Gestaltung und Profilierung einer Landschaft nach dem Braunkohlenbergbau, die den Menschen dieser Region neue Perspektiven bietet, ist eine gigantische gesellschaftliche Herausforderung. Der Bund, der Freisaat Sachsen, die Landkreise und die Kommunen bemühen sich politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Entwicklung des Lausitzer Seenlandes zu schaffen.

Neben den bereits touristisch genutzten Restseen werden noch bis 2015 weitere Restlöcher geflutet. Im Osten der Region wird noch über Jahrzehnte Braunkohle für die Verstromung gefördert werden. Diese Dynamik gekoppelt mit rückläufigen Bevölkerungszahlen erfordert intelligente Lösungen für die Schaffung einer angepassten Infrastruktur, die Sicherung der Daseinsvorsorge, Erschließung neuer Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten und einen nachhaltigen Natur- und Umweltschutz.
 
Für den ländlichen Raum wurden 2007 in Sachsen nahezu flächendeckend Integrierte Ländliche EntwicklungsKonzepte (ILEK) mit dem Ziel erarbeitet, möglichst effizient öffentliche Gelder für die Entwicklung der Regionen auszugeben. Mit der Umsetzung des ILEK Lausitzer Seenland unter dem Leitbild "Von der Bergbau zur Tourismus- und Energieregion“ soll ein Beitrag für die Lebensqualität und wirtschaftliche Belebung in der Region geleistet werden. Im Fokus dabei stehen beschäftigungswirksame Projekte mit der notwendigen Infrastruktur, Maßnahmen zur Verbesserung der Daseinsvorsorge in den Dörfern, Unterstützung junger Familien und ehrenamtlicher Aktivitäten der Bürger und die Pflege und der Erhalt des kulturellen Erbes. Die Förderung kleiner landtouristischer Projekte in großer Vielfalt und hoher Qualität soll die Profilierung des Lausitzer Seenlandes zu einer Urlaubsregion flankieren.

Über Prioritäten bei der Mittelvergabe und die Passfähigkeit von Projekten in die regionale Entwicklungsstrategie entscheidet der Koordinierungskreis, der sich aus kommunalen und wirtschaftlichen Vertretern der Region zusammensetzt. Zur Beratung der Projektträger, der Begleitung des Prozesses sowie zur Vernetzung der Aktivitäten in der Region und mit den Nachbarregionen wurde ein Regionalmanagement eingesetzt. Dieses ist Ansprechpartner für Bürger, Unternehmen, Interessengruppen und Kommunen, die mit eigenen Ideen die Entwicklung im Lausitzer Seenland unterstützen möchten.

 


  

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